UBS - der Bonustopf
Völkerwanderungen, ein Menschenrecht
Picasso: Krieg und Frieden
INHALTSVERZEICHNIS

2012 hat die UBS einen weiteren Rekordverlust ausgewiesen. Mit Libor, Adoboli und Investmentbank summierten sich die Verluste fürs Jahr 2012 auf 2.5 Milliarden Franken… Die UBS-Chefs unter dem deutschen Präsidenten Axel Weber und dem Tessiner CEO Sergio Ermotti gewähren sich und ihrer Führungscrew einen Bonus von total 2.5 Milliarden Franken. Den gleichen Betrag, den sie in den Sand gesetzt haben.
2013 hat die UBS einen Gewinn von 3,2 Mrd. Fr. erzielt. Sie gewährt der Führungscrew einen Bonus von total 3.2 Milliarden Franken. Die Eigentümer gehen leer aus, Dividenden werden der Kapitalsubstanz entnommen.
Die UBS wird nach Aussagen von Konzernchef Sergio Ermotti im laufenden und im nächsten Jahr noch keine Gewinnsteuern entrichten. Möglicherweise kann die öffentliche Hand sogar erst 2017 wieder mit Steuern der Grossbank rechnen. Nicht nur als Steuerzahler, auch als Arbeitgeber tritt die UBS kürzer: Sie will in den nächsten zwei Jahren 6000 Stellen abbauen.
3200 Millionen Gewinn, keine Steuern bezahlen und Stellen abbauen. Geil!
Trotz 3200 Millionen Gewinn muss die UBS in der Schweiz keinen Rappen Gewinnsteuer zahlen. Dies werde sie erst wieder im Jahr 2017 tun, sagte Konzernchef Sergio Ermotti.
Verlustvortrag
Möglich macht dies der sogenannte Verlustvortrag. Dieses erlassene Gesetz erlaubt es Unternehmen, einen Verlust während der folgenden sieben Jahre vom Gewinn abzuziehen. Diese Regel gilt nur für Firmen. Natürliche Personen, die von ihrem Vermögen gezerrt oder Schulden gemacht haben, weil ihre Einnahmen nicht ausreichten, können ihren Verlust im nächsten Jahr "natürlich" nicht geltend machen.
Noch 2011 ging der Kanton Zürich davon aus, dass die UBS ab 2013 die Zürcher Stadt- und Kantonskassen und die Bundeskasse wieder mit Gewinnsteuern füllt. Bis dann sollten die Abstürze der Krisenjahre 2007 bis 2009 ausgeglichen sein. Doch wegen Bussen in Rechtsfällen machte die Grossbank 2012 nochmals 2.5 Milliarden Franken rückwärts. Die UBS kann gemäss Geschäftsbericht in der Schweiz noch 6.1 Milliarden Franken frühere Verluste von künftigen Gewinnen abziehen. Die Verluste 2012 kann sie noch bis im Jahr 2019 geltend machen.
Boni schmälern oder vernichten den Gewinn
Boni, also die "Gewinnbeteiligung" der Chefs und ihrer Führungscrew, werden als Lohnaufwand verbucht, noch bevor ein Gewinn ausgewiesen wird. Der UBS-Verlust im Jahr 2012 entspricht also dem von der UBS freiwillig zuviel bezahlten "Lohn". Hätte die UBS diese Boni nicht bezahlt, weil ja auch kein Gewinn gemacht wurde, wäre die UBS-Rechnung 2012 mit null aufgegangen und die UBS spätestens 2015 in den Kreis der Steuerzahler zurückgekehrt. Es gibt offenbar kein Gesetz, dass es Firmen verbietet, "Gewinnauszahlungen" zu leisten, die über dem tatsächlichen Gewinn liegen und so wartet Zürich, Basel und der Bund weitere vier Jahre auf Steuern der UBS.
Vernetztes Denken
Wenn mir als Anwalt, Unternehmer und ehemaliger Richter das System des Verlustvortrags sehr wohl bekannt ist, ist dieses System im Fall UBS äusserst störend. Hanebüchen schon die Boni 2012 im Ausmass des damaligen Milliardenverlustes, störend der vergrösserte Boni-Topf 2013 nur wegen dem endlich nötigen ersten Gewinn. Dieser war nichts als Pflicht, nicht etwa ein besonderer Erfolg. Völlig unverständlich, dass Nationalbank und Bundesrat bei der Rettung der UBS schlicht versäumten, dem Aspekt des hier auf dem Buckel der Zürcher Steuerzahler genutzten Verlustvortrags Rechnung zu tragen und diesen wegen der Ausserordentlichkeit des Falles auszuschliessen. Aber eben, in Bern scheint vernetztes Denken ein Fremdwort. Schon die Rettung der UBS wurde vom Steuerzahler mitfinanziert. Würden die an die oberen Kader zu verteilenden Boni wenigstens in der Stadt Zürich versteuert, dem als mögliche Teil-Kompensation aber nicht so ist, könnte man noch damit leben. Es wäre also nur rechtens, wenn die UBS einen substantiellen Teil des geäuffneten Bonustopfes freiwillig der Stadt Zürich zufliessen lassen würde. Illusion? Wir werden dies an der Generalversammlung sehen!
Kurzfristiges Denken
UBS-Aktien werden über dem Realwert gehandelt
Der Nennwert einer UBS-Aktie beträgt 10 Rappen und wird aktuell zu Fr. 18.41 gehandelt.
Die Eigenmittel Ende 2013 betragen je nach Bewertung Fr. 35'400 Mio (Basel III) bis Fr. 49'936 Mio.
Verteilt auf die 3'835 Mio Aktien entspricht dies einem Realwert von Fr. 9.23 bis Fr. 13.02 pro Aktie.Fiskalpolitisch werden Löhne und Boni höher besteuert als Gewinne und unterliegen den Sozialabgaben. In diesem Sinne wäre es kein Unglück, wenn Firmen überhöhte Löhne auszahlen. Doch substanziell werden die Firmen dadurch geschädigt, von den Chefs und ihrer Führungscrew von innen ausgehöhlt (siehe nebenstehende Box: Realwert UBS-Aktie). Gerade bei einer Grossbank, einem systemrelevanten Unternehmen (!) ein unverantwortliches Vorgehen.
Die Möglichkeit des Verlustvortrags lassen Verluste als 'nicht so schlimm' erscheinen, sie können ja im nächsten, übernächsten oder in sieben Jahren kompensiert werden. In sieben Jahren sind die heutigen UBS-Chefs und ihre Führungscrew aber nicht mehr an Bord der UBS und hinterlassen den Aktionären, Kunden und letztlich der Öffentlichkeit eine innerlich zerfressene Firma, die saniert werden muss.
Topshots sind trotzdem unzufrieden
Die Topshots haben auf den ihnen zugeteilten, aber für eine gewisse Zeit gesperrten Boni ihre Steuern und Abgaben bereits bezahlt aber in den letzten Jahren grosse Anteile ihrer gesperrten Boni bereits verloren oder könnten dies noch erleben. Das hängt mit den bisherigen Bonus-Formen zusammen. Diese erfolgten zu 40% in bar und 60% als Optionen auf UBS-Aktien. Weil der UBS-Kurs weit weg von den anvisierten Zielen liegt, verfallen ihnen die Optionen zusehends. Die UBS-Chefs haben reagiert und statt im Wert fallende UBS-Aktien erhalten sie und ihre Topshots nun wertbeständige und attraktiv verzinste UBS-Obligationen. Diese neue Bonusregelung firmiert unter dem Namen Deferred Contingent Capital Plan (DCCP) und sei "einzigartig in der Bankbranche", sagt UBS-Präsident Axel Weber.
Die neue, von der Geschäftsleitung vorgeschlagene Regelung (DCCP) zeigt aber auch, dass die UBS-Chefs und ihre Führungscrew nicht an steigende Kurse der UBS-Aktien glauben!
Krankhaftes Bonusdenken - Akkord
Das Bonus-System komme ursprünglich aus der Akkordarbeit: Wer mehr schraubt oder mehr mauert, wird besser bezahlt. Das funktioniert dort gut, weil vorwiegend einfache, berechenbare, manuelle Arbeiten ausgeführt werden. Vom Industriebereich übertragen auf den Dienstleistungsbereich ergibt das Akkordsystem keinen Sinn, weil hier keine Stückzahl sondern die Zeit, die Dienstzeit massgebend ist und die erwartete Dienstqualität bereits im Stundenansatz enthalten ist: Ein Rechtsanwalt oder Arzt erhält keinen Lohn, wenn kein Kunde da ist. Sein Lohn errechnet sich aus seinem Ansatz mal die Zeit, die er für den Auftrag/Dienst benötigt hat.
UBS-Chefs und ihrer Führungscrew, die ja nicht im Sinne von Akkord arbeiten, nebst dem vereinbarten Lohn irgendwelche Boni zu bezahlen, lässt sich so nicht begründen. Die Arbeit eines Dienstleisters ist eine ganz andere als die eines Akkordmaurers!
Krankhaftes Bonusdenken - Sport
Das Bonus-System komme ursprünglich aus dem Sport: Wer gewinnt, erhält ein höheres Preisgeld. Das funktioniert dort gut, weil jedes Spiel ein messbarer Wettbewerb ist und anhand der Konkurrenz die Qualität des Spielers ermittelt wird. Auf das Spiel von Roger Federer oder Stanislas Wawrinka hat das Preisgeld keinen Einfluss. Sie spielen immer ihr bestes Spiel! Vom Sportbereich übertragen auf den Dienstleistungsbereich ergibt das Preisgeldsystem keinen Sinn, weil die Mannschaft nicht in direkter Konkurrenz zu anderen Mannschaften um ein vom Veranstalter ausgeschriebenes Preisgeld kämpfen.
UBS-Chefs und ihrer Führungscrew, die ja nicht im Sinn einer Sportveranstaltung an einem Wettbewerb teilnehmen, nebst dem vereinbarten Lohn irgendwelche Boni zu bezahlen, lässt sich so nicht begründen. Die Arbeit eines Dienstleisters ist eine ganz andere als die eines Sportlers!
Krankhaftes Bonusdenken führt zur Planwirtschaft
Wie im Kommunismus das Plansoll in den Punkten erfüllt wurde, die zu erfüllen waren, führt jedes Bonussystem zu insgesamt schlechten Produkten und Leistungen. Ein Bonussystem verdirbt den Charakter, das Individuelle, die Softskills, die den Erfolg ausmachen. Sie führen zu planwirtschaftlichen Ergebnissen.
Boni sind hinausgeworfenes Geld
Wenn 60 Prozent oder gar 80 Prozent des Lohnes erst in fünf Jahren verfügbar ist, besteht keine unmittelbare Verbindung zwischen Leistung und Lohn. Ein Mitarbeiter erhält bar Fr. 20'000 und nach fünf Jahren - womöglich arbeitet er bereits in einem anderen Unternehmen - Fr. 80'000: Wie wenn der Fussballer Alex Frei heute Geld erhält, weil er vor fünf Jahren in einer guten Mannschaft gespielt hat. Der Lohn entspricht unmittelbar nicht der erbrachten Leistung, sondern ist allenfalls eine Rente, die überhaupt nicht steuernd wirkt. Boni sind hinausgeworfenes Geld.
Einzigartige Lohnregelung ohne Bonus - denn die reale Leistung zählt
Traktandierungsbegehren
Aktionärinnen und Aktionäre der UBS AG, die allein oder gemeinsam gemäss Artikel 12 Absatz 1 der Statuten Aktien im Nennwert von mindestens CHF 62'500 vertreten, haben das Recht, die Traktandierung von Verhandlungs-gegenständen zu verlangen.
Traktandierungsbegehren sind bis spätestens am 3. März 2014 einzureichen.
An der UBS-Generalversammlung vom 7.05.2014 sollen die Eigentümer über zwei Anträge befinden:
Damit die UBS-Chefs und ihre Führungscrew wissen, was der Eigentümer von ihnen verlangt: Leistung.
Für Menschen wird die Schweiz kälter. Im Bereich Ausländerrecht warten noch die Initiativen
mit weiteren Verschärfungen auf. Auch in der montagsZeitung waren schon Vorschläge für eine Zuwanderungsbremse zu lesen, die allerdings darauf ausgerichtet waren, Menschen in der Schweiz zu inkludieren - ihnen also das Schweizer Bürgerrecht zu geben -, bevor wieder neue zuwandern, so dass höchstens ein kleiner Teil der Wohnbevölkerung neu und noch ohne Mitspracherecht in der Schweiz ist. Aber das Bevormunden der Menschen, wer mit wem zusammen leben und arbeiten darf, verletzt die Charta der Menschenrechte.
Nationaler Liberalismus pur
Das Kontingentsystem berücksichtigt die Menschenrechte nicht, sondern "optimiert" die Zuwanderung, so dass Unnütze nicht einreisen dürfen (Familiennachzug, anerkannte Flüchtlinge) oder die Schweiz wieder verlassen müssen (Sozialhilfeempfänger). Für die Arbeiter hier wird der Arbeitsmarkt nicht entspannter, wie viele hoffen: Die neuen Zuwanderer sollen die Besten und Folgsamsten und frei von familiären Pflichten sein. "Wir wollen die Besten und Billigsten", wie Christoph Blocher in seinem Tele am 14.02.2014 nach der Abstimmung sagte. Doch wozu und warum, das hat er nicht gesagt. Einfach, damit wir die Reichsten sind - und mit wir meint er sich und andere Liberale - nicht aber die Arbeiter, die billigsten.
Die ECOPOP-Initiative verlangt, die ständige Wohnbevölkerung infolge Zuwanderung auf maximal plus 0.2 Prozent zu beschränken. Im Gegensatz zur Masseneinwanderungs-Initiative nennt sie also eine verbindliche Zahl: 0.2% von 8'000'000 Einwohnern = 8'016'000 Einwohner. Nach Berücksichtigung von Wegzug von AusländerInnen und SchweizerInnen und die Rückkehr von SchweizerInnen können aufgrund der Zahlen aus dem Jahr 2012 rund 88'000 AusländerInnen jährlich in die Schweiz einwandern. Grenzgänger und Kurzaufenthalter sind nicht kontingentiert. Zusätzlich verlangt die ECOPOP-Initiative, 10% der Entwicklungsgelder im Ausland für Familienplanung einzusetzen. Botschaft des Bundesrates
Ein erneutes Ja des Souveräns bedeutet, dass die Migrationspolitik verbindliche Höchstzahlen und die Aussenpolitik einen Missionsauftrag erhält.
Tempi passati
Bundesrat und Parlament werden nun in den nächsten drei Jahren die angenommene Masseneinwanderungsinitiative umsetzen. Sie werden Höchstzahlen und Kontingente festlegen und die Arbeitgeber verpflichten, SchweizerInnen vorrangig anzustellen. Gleichzeitig wird die SVP alles als ungenügend kritisieren und um die Mehrheit bei den Parlamentswahlen nächstes Jahr und in vier Jahren werben.
Für alle anderen Parteien, die sich ja alle auch zum Liberalismus und zur Schweiz bekennen, ist diese Ausgangslage lähmend. Noch purer als pur geht es nicht und etwas anderes als nationaler Liberalismus gibt es nicht. Sie haben etwas verschlafen, die SP-Grüne-CVP-FDP. Sie zeigen den Menschen keine andere Gesellschaftsform auf. Sie haben schlicht keinen Plan, nur den Wunsch, als linke, grüne oder christliche Liberale die rechten Liberalen zu bodigen. Dabei sind sie gar nicht besser, als die SVP: "Es scherbelt bei ihnen", lacht Christoph Blocher. "Sie sind keine Gutmenschen, denn sie schliessen alle Nicht-EU-Menschen in ganz Russland, alle auf dem asiatischen, dem australischen, dem afrikanischen und dem amerikanischen Kontinent aus. Da ist das Kontingentsystem über alle Länder der Welt humaner!" Und insgeheim finden es die anderen Parteien gut, wenn man Sozialleistungen kürzen und den dauerhaften Aufenthalt (Niederlassungsbewilligung) und den Familiennachzug beschränken kann.
Der 45-Jährige aus Griechenland ist glücklich, dass er einen Job als LKW-Fahrer bei der Post gefunden hat. In Griechenland war er Sportlehrer, hat 1'800 Euro im Monat verdienst - vor der Krise. Nach der Krise sind die Löhne halbiert worden und die Steuern und Lebenshaltungskosten massiv gestiegen, um bis das Dreifache. Die Eisenbahn gehört jetzt russischen Investoren, der Hafen griechischen Investoren und die Erdgasvorkommen britischen und amerikanischen Gesellschaften. Der Staat hat nichts mehr, womit er verdienen könnte. Der Grieche hat seinen 900 Euro-Job gekündigt und seine Frau und die beiden Kinder in Griechenland gelassen und ist in die Schweiz gereist, zuerst zu einem Verwandten in Lausanne, dann zu einem anderen in Winterthur. Er hat in drei Monaten Deutsch gelernt und dann den Job als LKW-Fahrer erhalten. Am Samstag macht er noch einen Nebenjob: "Was soll ich sonst in der Schweiz?" Er freut sich auf die Sommerferien in Griechenland.
Die Schweiz als Vorbild
In einer Zweiklassen-Gesellschaft können wir keine neue Gesellschaftsform entwickeln. Wir müssen beide Klassen gleich behandeln, weiter noch: Wir dürfen gar nicht in Klassen denken! Weshalb soll ein Schweizer Landwirt einen Schweizer seinem Schwager aus der Ukraine vorziehen? Weshalb soll eine afrikanische Boutique eine Schweizerin einer Nigerianerin vorziehen? Mit allem was wir Recht schaffen, schaffen wir Unrecht. Doch die Schweiz kann als Vorbild den Menschen vorausgehen, ihnen einen Weg hinaus aus dem Liberalismus zeigen.
Dazu müsste die Schweiz tatsächlich einen Alleingang wagen.
Im kleinen Gehege der Schweiz werden wir der Welt in drei Jahren zeigen, wie Liberalismus ist, wie Liberale "optimieren" und profitieren und grosse Teile der Bevölkerung dabei auf der Strecke bleiben - anders aber als der 45-jährige Grieche kann kein Schweizer das Land verlassen (!), weil wir die Personenfreizügigkeit gekündigt haben. Zehntausende SchweizerInnen pro Jahr bleiben in der Schweiz gefangen. Ein EU-Beitritt würde kaum eine Änderung bringen, weil die EU ebenfalls nur Liberalismus kennt und lebt. Trotzdem wird sie die Schweiz ausschliessen müssen, will sie ein Auseinanderfallen der Union in liberale Nationen verhindern.
Die Würfel sind am 9. Februar 2014 gefallen: Wir wagen den Alleingang!
Dreibein - die stabile Gellschaftsform
Wir kritisieren am Liberalismus, dass er die Freiheit im Zentrum hat und zur Macht Privilegierter verkommen ist. Wir kritisieren am Kommunismus, dass er die Gleichheit im Zentrum hat und zur Macht Privilegierter verkommen ist. Das dritte Element, die Solidarität, die Nächstenliebe - das Zentrum des Christentums - fristet ein kümmerliches Dasein. Jedes Element für sich ist richtig, doch nur zusammen - als Dreibein - sind sie standhaft, ergeben sie eine sichere Gesellschaftsordnung. Wir haben nun drei Jahre Zeit, einen Weg aus dem Liberalismus hinaus zu finden. Wir müssen lernen, zwischen dem Arbeiter und dem Liberalen zu unterscheiden und doch in beiden und allen den Menschen zu sehen. Wir müssen uns getrauen: Liberalen die Privilegien und Arbeitern die Lasten wegzunehmen, und die Geldschöpfung stellen wir in den Dienst der Sozialleistungen.
Mikado
Nachdem wir nun die Stäbe lose hingeworfen haben, überlegen wir, was wir in welcher Reihenfolge angehen. Und um eine neue Gesellschaftsordnung zu erreichen, müssen wir der EU fernbleiben!
Wir sind über die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative nicht glücklich: Öffne die Tür... Macht hoch die Tür, die Tor macht weit... singen wir Christenmenschen aus ganzem Herzen, tun aber das Gegenteil. Warum tun wir das, das ist nicht-gut und wir wissen es, wir wissen, was gut ist. Wir können jetzt und innerhalb der drei Jahre eine Gegeninitiative ergreifen und die Personenfreizügigkeit für alle Menschen in der Bundesverfassung im ominösen Artikel 121 verankern. Die Zeit ist reif und die Gelegenheit günstig, in einer Gegenbewegung des Pendels, mehr für die Menschen zu tun, als dies ohne die angenommene Initiative möglich wäre.
Volksinitiative Öffne die Tür
Sieben Stimmberechtigte können eine Initiative lancieren, und wenn diese von 100'000 Stimmberechtigten unterstützt wird, eine Abstimmung verlangen.
Stimmberechtigte, die die Volksinitiative lancieren und Gemeinschaften und Organisationen, die sie unterstützen wollen, sind gebeten, sich bis am 2. März 2014 zu melden.
Kontakt und Koordination der Volksinitiative:Volksinitiative Öffne die Tür
Initiativtext:
Art. 121 Migration
1 Ausländerinnen und Ausländer haben das Recht, sich an jedem Ort des Landes niederzulassen, hier zu arbeiten oder einer selbständigen Tätigkeit nachzugehen. Sie haben das Recht, die Schweiz zu verlassen oder in die Schweiz einzureisen.
2 Niedergelassene Ausländerinnen und Ausländer haben wie Einheimische das Recht auf Sozialleistungen und Hilfe in Notlage. Die Zentralbank stellt dem Bund für die Hilfe in Notlage zinslose bedingt rückzahlbare Darlehen zur Verfügung. Die finanziellen Sozialhilfen werden innerhalb von sieben Jahren vom Empfänger zurückverlangt, der Rest wird vom Bund dem Heimatland belastet.
3 Niedergelassen Ausländerinnen und Ausländer, die seit drei Jahren in der Schweiz leben, das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und die nicht wegen Geisteskrankheit oder Geistesschwäche entmündigt sind, haben bis zu ihrem Wegzug in eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Angelegenheiten die gleichen politischen Rechte und Pflichten wie Einheimische.
4 Der Bund orientiert seine Aussenpolitik an den Migrationen. Namentlich sucht er zusammen mit den Heimatländern nach Lösungen, um Menschen ein würdiges Dasein im Heimatland zu gewährleisten.
II) Artikel 175 Abs. 3 BV ist formell anzupassen: 'Schweizerbürgerinnen und Schweizerbürgern' ist durch 'Stimmberechtigten', 'citoyennes suisses' durch 'citoyennes', 'cittadini svizzeri' durch 'cittadini' zu ersetzen. Bis zum Inkrafttreten der gesetzlichen Bestimmungen erlässt der Bundesrat auf den nächstfolgenden 1. Januar die erforderlichen Ausführungsbestimmungen.

Wir definieren die Migration - die Wanderung - als globales Menschenrecht und ebenso die Mitbestimmung nach einer kurzen Orientierungszeit. Alle, die hier wohnen, haben ein Recht auf Hilfe in Notlage. Wir unterscheiden nicht nach Gründen für das hierher Kommen, sie sind da und das ist gut so. Das Ziel der Schweiz ist es jedoch nicht, die bedeutendste und grösste Metropole der Welt zu werden - obwohl wir auch dies leicht werden könnten -, sondern die Menschenrechte, den Frieden in die Welt zu tragen, so wie Henry Dunant die Kriegslinderung, die Genfer Konvention, das Rote Kreuz in die Welt getragen hat.
Die Organisation Solidarische Schweiz (SOS) als neutrale Organisation würde ein entsprechendes Initiativkomitee begleiten und unterstützen. Die Initiative soll insbesondere von christlichen und wirtschaftlichen Kreisen, Hochschulen und Gemeinschaften und gemeinnützigen Organisationen getragen werden. Sie ist human und belastet den Steuerzahler nicht - im Gegenteil: Der Verwaltungsaufwand im Asyl- und Migrationsbereich entfällt. Und ganz nebenbei ist sie auch wirtschaftlich für unser Land, namentlich in Randgebieten, interessant - die Gemeinde erstellt preisgünstige Wohn- und Gewerberäume und prosperiert. Ist dir aufgefallen, dass die Häuser in der belebten Altstadt unten einen Gewerberaum und oben die Wohnräume haben? So müssen wir bauen. Wohnen und Arbeiten gehören zusammen.
Die Bevölkerung der kalifornischen Stadt San José setzt sich aus 177 verschiedenen Nationalitäten zusammen. Im Laufe der Zeit wurde die ehemals weiss Mehrheit zur Minderheit. 1970 stellten die Weissen noch 80% der Bevölkerung, heute ist es ein Drittel und sie stellen nun eine Minderheit dar. Der Wandel erfolgte ohne Unruhen oder Proteste und wird von drei von vier Weissen begrüsst. Ehen zwischen verschiedenen Ethnien sind die häufigsten Lebensbündnisse. Auch die Medien unterstützen inzwischen den Prozess der Transformation und haben sich zu engagierten Verfechtern einer multiethnischen Gesellschaft geändert. In der Nachbarstadt Milipitas entwickelt sich die erste amerikanische Stadt mit asiatisch geprägter Mehrheitsgesellschaft.

Ende 1811 begann eine verstärkte Aufrüstung und Konzentration der Streitkräfte Westeuropas, und 1812 setzten sich diese Streitkräfte - Millionen Menschen (einschliesslich derer, die die Armee transportierten und verpflegten) von West nach Ost in Bewegung, an die Grenzen Russlands, an denen ebenfalls seit 1811 die Streitkräfte Russlands zusammengezogen wurden. Am 12. Juni überschritten die Streitkräfte Westeuropas diese Grenzen, und es begann ein Krieg, das heisst, es vollzog sich ein Geschehen gegen die menschliche Vernunft und wider alle menschliche Natur. Millionen Menschen begingen so unzählige Verbrechen aneinander - Betrug, Verrat, Diebstahl, die Fertigung und Verbreitung falscher Banknoten, Raub, Brandstiftung und Mord -, dass sie auch in Jahrhunderten von der Chronistik sämtlicher Gerichte der Welt nicht gesammelt werden können und von den Menschen, die sie begingen, in dieser ganzen Zeit nicht als Verbrechen angesehen wurden.
Was hat zu diesem ungewöhnlichen Geschehen geführt? Was waren seine Ursachen? Die Historiker behaupten mit naiver Selbstsicherheit, Gründe dafür seien die dem Herzog von Oldenburg zugefügte Beleidigung, die Nichtbeachtung des Kontinentalsystems, die Herrschsucht Napoleons, die Standhaftigkeit Alexanders sowie Fehler der Diplomaten und ähnliches mehr.
Folglich hätte sich ein Metternich, Rumjanzew oder Talleyrand nur zwischen der Cour und der Abendgesellschaft recht anzustrengen und ein möglichst geschicktes Schriftstück abfassen brauchen, oder Napoleon hätte an Alexander schreiben müssen: "Mein Herr Bruder, ich bin einverstanden, dem Herzog von Oldenburg das Herzogtum zurückzugeben" - und den Krieg hätte es nicht gegeben.
Verständlich, dass sich den Zeitgenossen die Sache so darstellte. Verständlich, dass Napoleon meinte, die Ursache des Krieges seien die Intrigen Englands (wie er auch auf St. Helena behauptete); verständlich, dass die Mitglieder des englischen Parlaments meinten, Ursache des Krieges sei die Herrschsucht Napoleons; dass der Herzog von Oldenburg meinte, Ursache des Krieges sei die ihm angetane Gewalt; dass die Kaufleute meinten, Ursache des Krieges sei das Kontinentalsystem, das Europa ruiniert habe; dass die alten Soldaten und Generäle meinte, Hauptgrund sei die Notwendigkeit, sie im Kampf einzusetzen; die Legitimisten jener Zeit, man müsse unbedingt "les bons principes" wiederherstellen, und die Diplomaten jener Zeit, alles sei dadurch gekommen, dass das Bündnis Russlands mit Österreich 1809 nicht geschickt genug vor Napoleon verborgen und das Memorandum Nr. 178 ungeschickt formuliert worden sei. Verständlich, dass sich den Zeitgenossen diese und noch unendlich viele andere Ursachen darstellten, je nach den zahllosen unterschiedlichen Gesichtspunkten; doch uns, den Nachfahren, die wir das Ungeheuerliche dieses Geschehens in seinem ganzen Ausmass betrachten und seinen einfachen und schrecklichen Sinn zu begreifen suchen, erweisen sich diese Ursachen als unzureichend. Für uns ist es unverständlich, dass Millionen Christenmenschen einander totschlugen und quälten, nur weil Napoleon herrschsüchtig, Alexander standhaft, Englands Politik schlau und er Herzog von Oldenburg beleidigt waren. Unmöglich zu verstehen, was diese Umstände mit dem eigentlichen Faktum des Tötens und der Gewalt zu tun haben; weshalb Tausende Menschen vom anderen Ende Europas, nur weil der Herzog beleidigt war, die Menschen in den Gouvernements Smolensk und Moskau totschlugen und zugrunde richteten und von ihnen totgeschlagen wurden.
Für uns Nachfahren und Nichthistoriker, die wir uns nicht von dem Prozess des Erforschens fortreissen lassen und daher das Geschehen mit gesundem, ungetrübtem Menschenverstand betrachten, ergibt sich eine Unzahl an Ursachen dafür. Je tiefer wir bei der Erforschung der Ursachen vordringen, desto grösser die Zahl derer, die sich uns erschliessen, und jede Ursache oder jede Reihe von Ursachen für sich genommen scheint uns gleich richtig und gleich falsch in ihrer Geringfügigkeit, verglichen mit der enormen Tragweite des Geschehens, gleich falsch nämlich in ihrer Unfähigkeit, alleine (ohne Beteiligung all der anderen damit zusammenfallenden Ursachen) so ein Geschehen hervorzubringen. Genauso ein Grund wie die Weigerung Napoleons, seine Truppen hinter die Weichsel zurückzuziehen und das Herzogtum Oldenburg zurückzugeben, scheint uns nämlich auch der Wunsch oder die Abneigung des erstbesten französischen Korporals zu sein, ein zweites Mal den Dienst anzutreten: wenn er den Dienst nämlich nicht hätte antreten wollen, ebensowenig wie ein zweiter und dritter und tausendster Korporal oder Soldat, dann wären um soviel weniger Menschen in Napoleons Truppen gewesen und einen Krieg hätte es nicht geben können.
Wäre Napoleon nicht durch die Forderung, sich hinter die Weichsel zurückzuziehen, beleidigt gewesen und hätte er nicht den Truppen befohlen, anzugreifen, dann hätte es keinen Krieg gegeben; und hätten nicht alle Serganten erneut den Dienst antreten wollen, dann hätte es auch keinen Krieg geben können. Auch hätte es keinen Krieg geben können, wären da nicht die Intrigen Englands und nicht der Herzog von Oldenburg gewesen, nicht die beleidigten Gefühle Alexanders, nicht die Autokratie in Russland, nicht die Französische Revolution und die nachfolgenden Diktaturen und Kaiserreiche und alles, was die Französische Revolution sonst noch hervorgebracht hat. Ohne auch nur eine dieser Ursachen wäre nichts geschehen. Folglich trafen alle diese Ursachen - diese Milliarden von Ursachen - zusammen und bewirkten, was dann geschehen ist. Und folglich war nichts ausschliesslich Ursache des Geschehens, vielmehr musste es ebendeshalb geschehen, weil es geschehen musste. Es mussten Millionen Menschen ihre menschlichen Gefühle und ihre Vernunft verleugnen und von West nach Ost ziehen, um ihresgleichen totzuschlagen, genauso wie einige Jahrhunderte zuvor Massen von Menschen von Ost nach West gezogen waren, um ihresgleichen zu töten.
Die Handlungsweise Napoleons und Alexanders, von deren Wort doch scheinbar abhing, ob das Geschehen sich vollzog oder nicht, war ebensowenig willkürlich wie die Handlungsweise eines jeden Soldaten, der aufgrund eines Loses oder der Aushebung ins Feld gezogen war. Es konnte nicht anders geschehen, weil dazu, dass der Wille Napoleons und Alexanders (jener Menschen, von denen das Geschehen scheinbar abhing) erfüllt wurde, das Zusammentreffen von einer Unzahl an Umständen notwendig war, und beim Fehlen auch nur eines einzigen davon das Geschehen sich nicht hätte vollziehen können. Es war notwendig, dass Millionen Menschen, die wirklich Macht in Händen hatten - Soldaten, die schossen, Proviant und Kanonen transportierten -, es musste sein, dass sie einverstanden waren, diesen Willen einzelner schwacher Menschen auszuführen, und dass sie durch eine Unzahl komplizierter, vielfältiger Beweggründe dazu gebracht wurden.
Fatalismus in der Geschichte ist unvermeidlich, will man irrationale Phänomene (das heisst Phänomene, deren Sinn wir nicht begreifen können) erklären. Je mehr wir uns bemühen, diese Phänomene in der Geschichte rational zu erklären, desto sinnloser und unverständlicher werden sie für uns.
Ein jeder Mensch lebt für sich, nutzt seine Freiheit, um seine persönlichen Ziele zu erreichen, und empfindet mit seiner ganzen Existenz, dass er jede beliebige Handlung auf der Stelle ausführen oder auch lassen könnte; doch kaum vollbracht, wird diese in einem bestimmten Augenblick ausgeführte Handlung unwiederbringlich zum Bestandteil der Geschichte, wo sie nichts Freies mehr bedeutet, sondern etwas Prädestiniertes.
Es gibt zwei Seiten im Leben eines jeden Menschen: das persönliche Leben, das um so freier ist, je abstrakter seine Interessen sind, und das elementare Leben, das Leben der Masse Mensch, wo der einzelne nicht anders kann, als die ihm vorgeschriebenen Gesetze erfüllen.
Bewusst lebt der Mensch für sich, doch unbewusst dient er als Werkzeug, um historische, allgemeinmenschliche Ziele zu erreichen. Eine einmal begangene tat ist unwiederbringlich, und ihre Wirkung, die zeitlich mit Millionen von Taten anderer Menschen zusammenfällt, bekommt historische Bedeutung. Je höher der Mensch auf der gesellschaftlichen Stufenleiter steht, je wichtiger die Menschen, mit denen er verbunden ist, desto grösser die Macht, die er über andere Menschen hat, und desto offensichtlicher, dass jede seiner Handlungen prädestiniert, unvermeidlich ist.
"Das Herz des Zaren ist in Gottes Hand."
Der Zar ist Sklave der Geschichte.
Die Geschichte, das heisst, das unbewusste, allgemeine Leben der Masse Mensch, nutzt jeden Augenblick im Leben des Zaren für sich als Werkzeug für ihre Ziele.
Napoleon, dem es doch gerade jetzt, 1812, mehr denn je so vorkam, als hinge es allein an ihm, war nie mehr denn jetzt jenen unvermeidlichen Gesetzen unterworfen, die ihn zwangen (während er, wie er glaubte, nach eigenem Gutdünken handelte), für die gemeinsame Sache, die Geschichte, das zu tun, was zu geschehen hatte.
Menschen des Westens bewegten sich also gen Osten, um einander totzuschlagen. Und nach dem Gesetz des Zusammentreffens von Ursachen passten sich diesem Geschehen ganz von selbst Tausende winziger Ursachen für diese Bewegung und den Krieg an und trafen mit ihm zusammen: die Vorwürfe wegen der Nichtbeachtung des Kontinentalsystems, der Herzog von Oldenburg, der Vormarsch der Truppen nach Preussen, der lediglich unternommen wurde (wie Napoleon meinte), um einen bewaffneten Frieden zu erreichen, die Kriegsleidenschaft und Kriegsgewohnheit des französischen Kaisers, die mit der Disposition seines Volks übereinstimmte, die Begeisterung für die grandiosen Vorbereitungen, die Aufwendungen für diese Vorbereitungen und die Notwendigkeit, Gewinne zu machen, mit denen diese Kosten wieder gedeckt werden konnten, die berauschenden Ehrungen in Dresden, die diplomatischen Unterhandlungen, die nach Ansicht der Zeitgenossen in dem aufrichtigen Wunsch geführt wurden, Frieden zu schliessen, und doch nur die Eitelkeit der einen wie der anderen Seite verletzten, sowie Millionen und Abermillionen anderer Ursachen, die sich dem Geschehen, das geschehen musste, anpassten, mit ihm zusammentrafen.
Bei den historischen Ereignissen sind die sogenannten grossen Persönlichkeiten nur Etiketten, die mit dem Geschehen selbst am allerwenigsten zu tun haben. Jede ihrer Handlungen, aus freiem Willen und für sie selbst begangen, wie ihnen scheint, ist im historischen Sinne unfreiwillig, sie ist mit dem gesamten Verlauf der Geschichte verknüpft und von Ewigkeit her vorbestimmt. Leo Tolstoi, Krieg und Frieden.
Vielleicht siehst du jetzt den Bundesrat, Politiker und Mächtige dieser Welt in einem anderen Licht: Sie handeln unfreiwillig, sind Gefangene der Geschichte, Etiketten. Wir aber können leicht unser Handeln ändern, und andere Etiketten kommen. Wir sind souverän.
Ist es Zufall, dass du die montagsZeitung liest - oder vorbestimmt, Schicksal? Jede Handlung (auch Nichttun) wird unwiederbringlich zum Bestandteil der Geschichte. Millionen und Abermillionen Handlungen. Es liegt an uns, ob wir das kalte Handeln über das Gute stellen. Krieg und Frieden, es liegt an uns.
28.02.2014
Nun, This ... ich denke, dass ich die Welt nicht änderen werde. Aber sollte ich einmal die Möglichkeit haben, werde ich sie ein bisschen ändern :)
Wenigstens in meinem Umfeld.
Hier ein kleines Dankeschön:
[link]
Obwohl nicht meine Generation habe ich ABBA neu entdeckt, die ganze Kollektion findest Du hier:
[link]
Wundervolle Musik.
Gruss aus dem globalen Zürich.
Vielen Dank für das Dankeschön! Jeder kann nur sich ändern und die anderen nicht mit! Wie schön, dass Du geboren bist, ich hätte Dich sonst sehr vermisst! Alles Liebe, Dein This
24.02.2014
Statt in der Stadt Bern einzig den Millionär und andere auszuquartieren, werden ALLE Mieten erhöht, auch bei denen, die immer berechtigt waren. Auch die Baurechtsverträge sollen überprüft (erhöht) werden und überhaupt statt das Objekt (Haus) soll das Subjekt (Sozialhilfeempfänger) subventioniert werden - damit der private Liegenschaftenbesitzer die Sozialleistungen für sich einziehen kann. Wer sich gar ohne Sozialhilfe durchwurstelt - die einen weil ihnen die Aufenthaltsbewilligung (neu auch die Niederlassungsbewilligung) entzogen wird, die anderen weil sie sich nicht demütigen lassen wollen -, ist selber schuld, findet keine günstige Unterkunft mehr.
Aber Konzernen Milliarden Franken Steuern erlassen, das ist in Ordnung, dem sagt man ja Wirtschaftshilfe und nicht Sozialhilfe, oder den Landwirten 75% des Einkommens subventionieren - prima, dem sagt man Direktzahlung und nicht Sozialhilfe.
Das Mietwesen braucht eine nach Lage und Komfort abgestufte Höchstzinstabelle für Wohn- oder Gewerbefläche (Basler Modell) bis Fr. 15 pro Monat und Quadratmeter für Toplage und hoher Standart. [link]
24.02.2014
Wir sind betroffen vom Ergebnis der Masseneinwanderungsinitiative und möchten rasch eine Gegeninitiative ergreifen, die es AusländerInnen erlaubt, sich wie SchweizerInnen in der Schweiz niederzulassen, hier zu arbeiten oder einer selbständigen Tätigkeit nachzugehen. Ihr Beweggrund, warum sie hier sein wollen, ist unerheblich.
Wir haben den Initiativtext in der montagsZeitung.ch vorgestellt. www.montagszeitung.ch/de/z119/#4
Migration, Wanderung ist ein Menschenrecht nicht nur für Menschen aus 27 von 28 EU-Staaten (ohne Kroatien) und Menschen aus 3 EFTA-Länder Island, Liechtenstein und Norwegen, sondern für alle Menschen.
Es würde mich freuen, wenn wir gemeinsam eine solche Initiative angehen und den an grauenhafte Zeiten erinnernden Nationalismus überwinden könnten. Text und Titel der Initiative sind noch nicht fix und die Übergangsbestimmungen fehlen noch.
Was meinst Du?
24.02.2014
"Kommt mal alle nach vorn", (zu mir) meint der Lehrer, der mit einer Klasse im Wald Feuer macht. "Ich habe gutes Holz genommen, aber ihr seht, es räucht." Könnten wir vielleicht aufhören, die Schriftsprache zu sprechen? Das ist ja furchtbar, was die Kinder lernen und wahrscheinlich ist es im Französischen und Englischen noch schlimmer.
Der Lehrer soll in seiner nativen Sprache sprechen, Schweizerdeutsch, oder Bairisch oder Schottischenglisch oder Pariser oder Walliser Französisch - aber bitte nicht in einer Schriftsprache, die er nicht sprechen kann und die eigentlich auch niemand spricht.
23.02.2014
Der Leserbrief 'Zuckerberg und die Banken' bezieht sich nicht auf Mark Zuckerberg, sondern auf alle Zuckerwattengebilde. Der Leserbrief ist eine Anleitung, wie jeder mit einer Spekulations-AG zum Multimillionär werden kann.
Facebook und WhatsApp leben von den Verschwörungstheorien, die sich um sie ranken, dabei hat jede Telefongesellschaft, jeder Provider, jede Migrosgenossenschaft, jede Bank, jeder Arzt, jeder Anwalt, jedes Steueramt mehr relevante Informationen.
Facebook ist bereits auf dem absteigenden Ast und WhatsApp auch, sobald die Telefongesellschaften ihr veraltetes SMS/MMS-Angebot anpassen und "gratis" im Grundabonnement anbieten. Vielleicht bringt Facebook in dieser Zeit noch ihre abermillionen Aktien an den Mann und die Banken verdienen an dieser "Dienstleistung" mit.
21.02.2014
Die beiden Leserbriefe 'Zuckerberg und die Banken' und 'WhatsApp, Facebook und die Banken' zeigen, dass mit Aktienrückkäufen nicht nur der Kurs gepflegt, sondern auch das Eigenkapital rasch verkleinert und das Fremdkapital entsprechend vergrössert werden kann.
Damit ist eine früher angesprochene Steuer auf dem Eigenkapital eine "optimierbare" Sache. Es müssten Fremd- und Eigenkapital in die Steuerveranlagung aufgenommen werden.
20.02.2014
Ach.. ich glaube das mit Facebook hat weit tiefere Interessen. Sci Fiction ist, dass wir eines Tages 2 Unternehmen haben, welche die totale Kontrolle über jegliche Information haben.
Diese Dinge interessieren mich nicht mehr. Interessanter ist der Gedanke, wie ich an Kapital komme, damit ich nach Frankreich auswandern kann.
20.02.2014
1. Gründe eine Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von Fr. 100'000 verteilt auf 10'000'000 Aktien à Fr. 0.01.
2. Gewähre deiner Aktiengesellschaft einen Kredit von Fr. 10'000 damit sie dir 1'000'000 Aktien abkaufen kann. (Mehr als 10% darf sie in der Schweiz nicht zurückkaufen).
3. Der Verwaltungsrat der Aktiengesellschaft - also wiederum du - kann nun die 1'000'000 Aktien verkaufen. 10'000 x 100 Aktien dem Meistbietenden, Mindestangebot Fr. 20 pro Aktie. Und die Aktiengesellschaft hat 20 Millionen Franken in der Kasse.
Mit der Hälfte kaufst du Beteiligungen an Grüner Energie, die Aktiengesellschaft ist nun offensichtlich wertvoll, tut etwas. Und mit den anderen 10 Millionen kauft dir die Aktiengesellschaft knapp unter pari weitere 500'000 Aktien ab, die sie im Auktionsverfahren Los für Los verkauft, bei einem Mindestangebot von Fr. 40.
Die Glücklichen, die von Anfang an dabei waren! Sie haben Aktien in den Händen, die von Fr. 20 bereits auf über Fr. 40 gestiegen sind und die Firma ist kerngesund, das Management arbeitet für einen symbolischen Franken im Jahr, denn es geht ja um die GUTE SACHE, um GRÜNE ENERGIE (zum Beispiel).
Mittlerweile hast du privat bereits 20.01 Millionen Franken für dich "verdient", in Form von Vermögenswachstum, brauchst also keine Sozialleistungen und Steuern kaum zu bezahlen.
Wiederum teilst du die eine Hälfte in Investitionen und die andere Hälfte in Kapitalbeschaffung und lässt den Kurs weiter steigen. Google hat innerhalb von 8 Jahren den Kurs verzwölffacht. In unserem Beispiel wären das Fr. 240 für eine Aktie.
Und deine Firma ist KERNGESUND, die Aktionäre sind happy und du bist vom Tellerwäscher zum Multimillionär geworden, hast die Aktienmehrheit abgegeben, andere übernehmen die Verantwortung. So einfach.
Das geht so lange gut, solange deine Firma grosszügig investiert und Kapital beschafft, also beständig grösser wird. Sobald deine Firma stagniert, werden die Aktionäre unruhig, denn für ihr Wertpapier erwarten sie einen Gewinn. Aber ausser gehässigen Generalversammlungen passiert nichts. Sie bleiben einfach auf ihren Wertpapieren sitzen und hoffen, dass sie nicht zusammenbrechen...
Und irgendwo beginnt ein Neuer und erleichtert wendet man sich ihm zu und freut sich an den Gewinnen und vergisst so allmählich den erlittenen Verlust.
Doch der Weg zum Multimillionär führt an den Banken nicht vorbei. Einzig sie geniessen das Monopol des Börsenhandels und des Zahlungsverkehrs. Sie prüfen, ob du "würdig" bist und ihre Kriterien erfüllst. Und auf dem Weg wirst du ihnen einige Millionen abtreten müssen...
20.02.2014
der damit in Zusammenhang stehende Profit und die damit verbundenen Privilegien der Schweiz stehen auf dem Spiel.
Als Schweizer wünsche ich der Schweiz viel Glück. Als Europäer sage ich lieber nicht, was ich darüber denke.
20.02.2014
Die jährlichen Zahlungen der Schweiz an alle Länder der EU machen exakt 0,01% des EU-Haushaltes aus. Eine der Legenden, die SVP-Anhänger immer wieder verbreiten sind "Milliardenzahlungen der Schweiz an die EU." Es gibt diese Milliardenzahlungen nicht. Der grösste Posten sind die Kohäsionszahlungen. 100 Mio. Franken zahlt die Schweiz jährlich in den kommenden 6 Jahren direkt an Projekte in Osteuropa, die ausschliesslich die Schweiz verwaltet. Im Gegenzug dazu hat die Schweiz in Verbindung mit der PFZ den freien Marktzugang zu allen 28 EU-Staaten und verdient Milliarden damit.
20.02.2014
WhatsApp besitzt 450 Millionen Telefonnummern – ein Datenschatz, der Facebook 19 Milliarden Dollar wert ist. 42 $ für eine Telefonnummer! Das Geschäftsmodell sieht vor, dass jeder Benutzer nach einem Gratisjahr WhatsApp einen Dollar pro Jahr zahlt. So kann die App in südamerikanischen, asiatischen und afrikanischen Ländern die teure SMS ersetzen.
Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn Facebook selbst eine App einführen würden, die man im App Store für MINUS 20 $ erwerben kann, die aber sonst gleiche oder mehr Funktionen wie WhatsApp hat. Innerhalb kürzester Zeit hätten sie über 1 Mrd. Nutzer, besonders in den armen Ländern, in denen 20 $ ein Vermögen ist. Gleichzeitig würden sie vielen Menschen einen grossen Gefallen tun und die Realwirtschaft ankurbeln.
Doch apropos Realwirtschaft: In bar bezahlt Facebook 4 Mrd. $, die restlichen 15 Mrd. $ in Facebook-Aktien, von denen sie viele noch nie in Umlauf bringen, das heisst zum ersten Mal verkaufen konnte. So relativiert sich die Geschichte auf einen Fünftel - aber immerhin, ein Guthaben von 4 $, wenn ich das WhatsApp installiere, wäre immerhin etwas. Ob sich die Jahresgebühr von einem Dollar, die bisher nur theoretisch besteht - aber noch nie erhoben wurde - durchführen lässt, ist eine andere Frage.
"Es gibt mehrere Wege, wie wir damit Geld verdienen können." sagte Mark Zuckerberg.
Um damit auf das Thema UBS zurück zu kommen: Treibende Kraft - und von allen Medien propagandistisch begleitet - hinter diesem Milliarden-Rummel sind die Finanzinstitute, die mit Emissionen und "Kurspflege" die heisse Luft dem Kleinanleger verkaufen. Neuster Gag, seit für Kredite praktisch keine Zinsen mehr zu bezahlen sind, ist der Rückkauf von eigenen Aktien mit Kreditgeld der Banken, um damit Dividenden zu sparen und gleichzeitig den Kurs anzuheben… [link]
19.02.2014
Gewiss ist Wanderung ein Menschenrecht. Und durch die Wanderung verändern sich beide Orte. Die DDR fiel 1989 zusammen, als die Menschen nach Ungarn und in die BRD wanderten - und das durften!
Der Liberalismus berücksichtigt einzig das Einzelinteresse - den Eigentumsgewinn. Mit dem geringstmöglichen Aufwand soll der grösstmögliche Ertrag erzielt werden. Die Arbeiter sind eine Aufwandposition, die ständig optimiert wird, weniger Leistungsfähige werden ersetzt und fallen aus dem Arbeitsprozess und erhalten letztlich finanzielle Sozialhilfe.
So wie im Artikel geschrieben, wird die Sozialhilfe über Zentralbankgeld finanziert, entsprechend wird der Franken schwächer, Importe dadurch teurer und Exporte billiger, was wiederum Arbeit generiert, die umgerechnet auf andere Länder/Währungen weniger gut bezahlt wird und zu einer Abwanderung von aktiven Arbeitskräften führt und Arbeitskräfte in der Reserve wieder in den Arbeitsprozess bringt.
Grundsätzlich ist die Initiative 'Öffne die Tür' umsetzbar. Das Lebensnotwendige wie Grund und Boden und das kombinierte Wohnen und Arbeiten muss aber dem Liberalismus entzogen werden. Darüber müssen wir noch nachdenken.
18.02.2014
Mehrere Forscherteams untersuchten laut "Report 2014 über die Entwicklung internationaler Städte" 40 Weltstädte nach sechs übergreifenden und 18 Einzel-Kategorien. Dabei verglichen sie unter anderem die Stärken der Metropolen bei Wirtschaft und Entwicklung, im Wettbewerb, in der sozialen Integration, bei Kultureinrichtungen und dem Ökosystem.
Tokio, London, Paris, New York und Singapur belegen die ersten vier Plätze.
Die Bevölkerungsdichte beträgt:
Tokio 14578 Einwohner je km2
London 5285 Einwohner je km2
Paris 21347 Einwohner je km2
New York 10560 Einwohner je km2
Singapur 7126 Einwohner je km2
Die Schweiz hat eine Bevölkerungsdichte von 195 Einwohner je km2. Basel-Stadt - mit 5261 Einwohner je km2 ein dicht besiedeltes Gebiet - hat die Masseneinwanderungsinitiative deutlich mit 4:6 abgelehnt. Verglichen mit Basel-Stadt hat die Schweiz-Stadt ein 27-faches Wachstumspotential, wenn wir die konservative und nationalistische Haltung aufgeben.
Die Metropole Schweiz könnte mit 216 Millionen Menschen grösser als Deutschland (80), Frankreich (65) und Italien (60) zusammen sein - und hat doch nicht die Dichte von Tokio, Paris, New York und Singapur erreicht.
Auch wenn ein solches Wachstum nicht das Ziel ist, zeigt es, was für Möglichkeiten die Schweiz hat, die Welt auf gleicher Augenhöhe mit der USA und der EU zu gestalten, wenn sie grosszügig denkt. Gutes gibt Gutes.
17.02.2014
Ich bin voll fasziniert von Picasso's Bild. Der mit so wenigen Strichen so viel aussagen kann. Ebenso fasziniert bin ich von eurem Vorschlag zur Migration. Er ist menschlich zutiefst richtig. Wanderung ist ein Menschenrecht: Jeder darf dahin gehen, wohin er will. Dafür lohnt es sich einzustehen, im Namen Gottes, des Sohnes und des heiligen Geistes.
17.02.2014
25 Rappen Dividende erhalten wir für ein Wertpapier, das 18 Franken wert sein soll. Das sind 1.4% Zins p.a. Weniger, wie ich bei der CS für Guthaben auf einem Bonviva-Konto erhalte. Zusätzlich bleibt mir das Geld bei der CS erhalten.
Bei der UBS wird die Dividende/Zins mir aus dem Wert des Wertpapiers bezahlt, das heisst, das Wertpapier ist nachher um 25 Rappen weniger wert. Ich habe also rein gar nichts erhalten. UBS-Aktien, vergiss's. Verkauf, solange du noch 18 Franken erhältst.
17.02.2014
Was die sich erlauben, ist jenseits von Gut und Bös. Sie stehen tatsächlich vor alle Eigentümer hin und sagen: "Sorry, der Gewinn ist uns." Und das seit Jahren! Und die Eigentümer nicken ergebenst...
17.02.2014
der Montagszeitung dafür, dass sie schreibt. Irgendwie hat diese Abstimmung das Land gespalten. Die Kommentare in allen Online Zeitungen (ausser hier) sind emotionaler bis widerwertiger Natur.
Es ist Balsam die hier geschriebenen Zeilen zu lesen auch wenn ich meine Meinung nicht immer deckungsgleich ist. Auf den Stil kommt es drauf an, den dieser bietet die Grundlage einer Argumentation.
Das was ich in den letzten Tagen in 20min, TagesAnzeiger und NZZ gelesen haben mich als Papierschweizer aufgewühlt.
All diese Hasstiraden und mit Rassismus erlebten Geschehnisse kamen hoch. Glaubt mir, wir Papierschweizer haben es schwer genug. Mit Rassismus in Berührung zu kommen in eine Erfahrung die ich niemandem wünsche. Sie versetzt die/den Betroffenen in eine Art "Kriegszustand". Vielleicht auch zu Recht, wenn man sich die Natur dieses Gedankenguts genau anschaut.
Glaubt mir, wir haben genug unter Rassismus gelitten. Europa ist sicher ein idealistische Idee, aber besser ein Idealist als ein Rassist.
Sehr heilsam waren in den letzten 4 Tagen diese Interviews: (von Schweizern wohlgemerkt) wie in jeder Kultur gibt es Leuchttürme im Sturm:
Schweizer Kulturschaffende:
-> [link]
Danke und auf Wiedersehen