12. Oktober 2015
Depositär der Originaltexte  Grundlage des Friedens
Eurasischer Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok
Leserbeiträge

Anarchismus bedeutet ... kein Zwang!

Anarchismus bedeutet freies Spiel für den Geist der Veränderung!
- das ist seine wichtigste Forderung. Dementsprechend gibt es mehrere ökonomische Schulen innerhalb des Anarchismus. Sie alle stimmen jedoch in einem Punkt überein: kein Zwang! Es gibt anarchistische Individualisten, Mutualisten, Kommunisten und Sozialisten. Früher haben sich diese verschiedenen Schulen bitter bekämpft und sich sogar geweigert, einander als Anarchisten anzuerkennen. Die Engstirnigeren tun dies immer noch; selbstverständlich sehen sie dies nicht als Engstirnigkeit an, sondern einfach als solides Festhalten an der Wahrheit, die keine Toleranz gegenüber dem Irrtum erlaubt. Das ist zu allen Zeiten die Haltung der Fundamentalisten gewesen, und der Anarchismus ist ebensowenig wie jede andere Bewegung von Fundamentalisten verschont geblieben. Doch keines dieser vier Modelle ist Selbstzweck, sondern sie werden vorgeschlagen, weil ihre Urheber glauben, so liesse sich Freiheit und Gleichheit am besten gewährleisten. Jeder Anarchist würde sein eigenes Modell freiwillig aufgeben, wenn er sieht, dass ein anderes Modell in dieser Hinsicht erfolgreicher ist. Voltairine de Cleyre, 1901, Anarchismus.

Mehr über die vier ökonomischen Wirtschaftsmodelle, wie versprochen, demnächst in der montagsZeitung.

Liberalisierung des Urheberrechts

Verschiedentlich wird die Liberalisierung des Urheberrechts gefordert, zum Beispiel von den Organisationen Creative Commons, Free Software Foundation und anderen Open Bewegungen. Open steht für frei verfügbares Wissen und Information im Allgemeinen. Alle diese verschiedenen creative, free, open Lizenzen, die eben nur eine Liberalisierung der Urheberrechts und nicht eine Verneinung des Urheberrechts bedeuten, sind kompliziert.

Vorsicht beim Fotografieren! Im Einzelfall können Fotos rechtswidrig sein. Bei aufwendig gestaltetem Essen zum Beispiel ist der Koch Schöpfer eines Werks. Bevor das Foto gemacht und getwittert wird, muss der Koch, respektive sein Arbeitgeber, um Erlaubnis gefragt werden: Eine schön angerichtete Speise im Restaurant kann ein urheberrechtlich geschütztes Werk sein. In dem Fall hat allein der Urheber das Recht zu entscheiden, wie und in welchem Umfang eine Vervielfältigung stattfindet. Wollen wir in diesem Rechtsirrsinn leben?

Machen wir es doch einfach!

Geistiges Eigentum: Die Nutzung allen Wissens einschliesslich Vervielfältigung, Verbreitung und Veränderung ist jeder Person uneingeschränkt und vorbehaltlos erlaubt. Das Gesetz regelt das Kennzeichenrecht (Marken und Handelsnamen).

Woran erkennen wir die hohe Qualität der Medizin?

Luzia Osterwalder, St. Gallen, NR-Kandidatin parteifrei SG Liste 5

Im Jahr 2020 sind die KK-Prämien 50% tiefer als heute. Dadurch, dass alle Beteiligten (Patienten, KonsumentInnen, Krankenkassen, BAG, Politiker, BäuerInnen, ÄrztInnen, Medien, Banken, Industrie) die Verantwortung für ihre Tätigkeiten und Ansprüche wahrnehmen und gemeinwohlorientierte Massstäbe setzen, konnte das gesellschaftliche System (z.B. progressive Steuern, soziales Grundeinkommen) umgesetzt werden und insbesondere das Gesundheitswesen von Grund auf sozialisiert werden. Inzwischen wird Ursachenforschung und ursächliche Heilbehandlung angewendet. Ungesunde Nahrungsmittel werden besteuert und vitalstoffreiche Vollwertkost wird gefördert. Jede/R kann nach wie vor auswählen. Die Schäden (u.a. Genveränderungen, Stoffwechselstörungen) welche durch die jahrzehntelange Fehlernährung (u.a. zu viel Industriezucker, gelagertes Mehl) verursacht wurden, werden uns zwar noch viele Jahre begleiten. Doch die Menschen werden gesünder, nicht zuletzt, weil auch der Medikamentenmissbrauch und die Symptombekämpfung der Vergangenheit angehören. Stressfaktoren wurden geringer, weil mehr Menschen sinnvolle Tätigkeiten haben, für ihren Broterwerb weniger Zeit aufwenden müssen und einen fairen Lohn bekommen, wobei auch der Anteil der gemeinwohlorientierten Freiwilligenarbeit entschädigt wird. Die Werte, welche in zwischenmenschlichen Beziehungen von Bedeutung sind, werden in allen Branchen durch die Gemeinwohl-Bilanz ausgewiesen. JedeR ArbeitnehmerIn und jedeR KonsumentIn kann entscheiden ob ein Produkt oder ein Arbeitsplatz dem Gemeinwohl förderlich ist, oder es schädigt. Niemand ist mehr gezwungen seine Kraft für destruktive Zwecke zu verkaufen.

Zeitungen

Es ist auffallend, wie wenig Leute heute in Frankreich in Cafés oder im Zug Zeitungen lesen. "In den Zeitungen sind kaum noch Informationen zu finden", sagt, darauf angesprochen, ein 90-Jähriger, der drei Sprachen wie die Muttersprache spricht und schreibt. Entsprechend schwierig sei es für Menschen, die das Internet nicht nutzen, sich eine Meinung zu bilden.

Die Atlantik-Charta vom 14. August 1941

Roosevelt und Churchill verkündeten gemeinsam die Atlantik-Charta, die sich ebenso gegen Japan wie gegen Deutschland richtete: Sie verurteilte gewaltsame Grenzverschiebungen und forderte den freien Zugang aller Völker zu den Rohstoffquellen der Welt.

  1. Ihre Länder streben keinerlei Bereicherung an, weder in territorialer noch in anderer Beziehung.
  2. Sie wünschen keinerlei territoriale Veränderungen, die nicht im Einklang mit den in voller Freiheit ausgedrückten Wünschen der betroffenen Völker stehen.
  3. Sie achten das Recht aller Völker, sich jene Regierungsform zu geben, unter der sie zu leben wünschen. Die souveränen Rechte und autonomen Regierungen aller Völker, die ihrer durch Gewalt beraubt wurden, sollen wiederhergestellt werden.
  4. Sie werden, ohne ihre eigenen Verpflichtungen ausser Acht zu lassen, für einen freien Zutritt aller Staaten, der grossen wie der kleinen, der Sieger wie der Besiegten, zum Welthandel und zu jenen Rohstoffen eintreten, die für deren wirtschaftliche Wohlfahrt vonnöten sind.
  5. Sie erstreben die engste Zusammenarbeit aller Nationen auf wirtschaftlichem Gebiete, eine Zusammenarbeit, deren Ziel die Herbeiführung besserer Arbeitsbedingungen, ein wirtschaftlicher Ausgleich und der Schutz der Arbeitenden ist.
  6. Sie hoffen, dass nach der endgültigen Vernichtung der Nazi-Tyrannei ein Frieden geschaffen werde, der allen Völkern erlaubt, innerhalb ihrer Grenzen in vollkommener Sicherheit zu leben, und der es allen Menschen in allen Ländern ermöglicht, ihr Leben frei von Furcht und von Not zu verbringen.
  7. Dieser Friede soll allen Völkern die freie Schifffahrt auf allen Meeren und Ozeanen ermöglichen.
  8. Sie sind von der Notwendigkeit überzeugt, dass aus praktischen wie aus sittlichen Gründen alle Völker der Welt auf den Gebrauch der Waffengewalt verzichten müssen. Da kein Friede in Zukunft aufrechterhalten werden kann, solange die Land-, See- und Luftwaffen von Nationen, die mit Angriff auf fremdes Gebiet gedroht haben oder damit drohen können, zu Angriffszwecken benutzt werden können, halten sie bis zur Schaffung eines umfassenden und dauerhaften Systems allgemeiner Sicherheit die Entwaffnung dieser Nationen für notwendig. Ebenso werden sie alle Massnahmen unterstützen, die geeignet sind, die erdrückenden Rüstungslasten der friedliebenden Völker zu erleichtern.

Die Regierungen Belgiens, der Tschechoslowakei, Griechenlands, Luxemburgs, der Niederlande, Norwegens, Polens, der Sowjetunion und Jugoslawiens und General de Gaulle als Vertreter der Freien Franzosen nahmen diese Antlantik-Charta an. Die Atlantik-Charta wurde so zum grundlegenden Dokument für die Vereinten Nationen (UN), das General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) und weiteren Vereinbarungen. Sie hatte das Ziel einer besseren Weltordnung.

Es ist nützlich, sich auf die Atlantischen Werte zu besinnen und zu fordern, dass die heutigen Abkommen und Handlungen diesen Werten Rechnung tragen: Auf Waffengewalt verzichten; alle Menschen in allen Ländern leben frei von Furcht und Not; engste Zusammenarbeit aller Nationen; freier Zutritt aller Staaten zum Welthandel und zu jenen Rohstoffen, die vonnöten sind; freie Regierungsform; keine territoriale Veränderung ohne Zustimmung der betroffenen Völker.

Ist es richtigt, dass die USA und die EU als kleine Minderheit aller Menschen den Grossteil aller Rohstoffe für sich beansprucht und verbraucht? Ist es richtigt, dass die USA und die EU Waffen in alle Welt liefern? Sind alle Menschen in allen Ländern frei von Furcht und frei von Not?

Dienen die Freihandelsabkommen der engsten Zusammenarbeit aller Nationen und dem Ziel der Herbeiführung von besseren Arbeits­bedin­gungen; wird ein wirtschaftlicher Ausgleich zwischen allen Staaten angestrebt; streben die Länder keinerlei Bereicherung an?

Preisgabe der politischen Souveränität

Gegenwärtig werden grosse Freihandelsabkommen ausgehandelt. Die beiden wichtigsten sind TiSA (Handelsabkommen für Dienstleistungen) und TTIP (Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft).

Diese neuen Freihandelsabkommen bedeuten, dass der Staat sich Unternehmen unterordnet: Das Volk kann zwar Gesetze beschliessen, die Unternehmen einschränken, haftet aber für den dem Unternehmen entgangenen Gewinn - das Allgemeinwohl eines Volkes oder mehrerer oder aller Völker wird mit TTIP geopfert für das Gewinnstreben Einzelner. Zum Beispiel: Würde die Schweiz beschliessen, nur Elektro-Autos zuzulassen, würde sie von allen Autohändlern und Benzinlieferanten und Tankstellen auf Schadenersatz verklagt werden können. Jedes finanzkräftige Unternehmen, das aufgrund einer Gesetzesänderung Einbussen hat, wird zukünftig den Staat verklagen. Damit werden Verfassungsänderungen in Wirtschafts-, Sozial-, Eigentums-, Geld- und Währungspolitik praktisch unmöglich oder sehr teuer - was die TTIP-Lobby zynisch als "Investionsschutz" bezeichnet, der die "internationale Wettbewerbsfähigkeit" erhält!

Und im Schatten der TTIP-Verhandlungen laufen parallel Verhandlungen für ein gleichlautendes Freihandelsabkommen mit Kanada, das sogenannte CETA-Abkommen. Sollte TTIP scheitern und CETA unterzeichnet werden, ereilt die Bevölkerung der EU die TTIP-Auswirkungen auf indirektem Weg.

TTIP, CETA und TiSA sind widerliche Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Gleichheit.

Grüne, JUSO und SP sind gegen TTIP, CETA und TiSA, halten aber unbeirrbar an einem EU-Beitritt fest! Die SVP ist gegen einen EU-Beitritt, hält aber unbeirrbar an Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA und TiSA fest. CVP und FDP halten unbeirrbar an beidem fest. Im Endeffekt ist alles Hans was Heiri: Grüne, JUSO, SP, SVP, CVP und FDP haben keine Strategie gegen die Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Gleichheit.

Also, was willst du am nächsten Sonntag wählen: Pest oder Cholera? Cholera und Pest gelten als Geisseln der Menschheit, denen im Laufe der Jahrhunderte Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. Ich bleibe Pest und Cholera fern!

21.10.2015

Die Anstalt vom 20. Oktober 2015

Gleichsam als Mäntelchen für die systematische Desinformationen, die die öffentlichen Sender ausstrahlen, werden doch hin und wieder (noch) Sendungen ausgestrahlt, die informieren und zusammenfassen - wenn auch unter dem Titel "Polit-Satire". Die Anstalt vom 20. Oktober 2015 ist ein solches Highlight - doch hinterlässt sie ein beklemmendes Gefühl: Was können wir tun, um das herrschende System zu überwinden? Einem neuen Herrscher zujubeln, hoffend, dass er ein guter Herrscher ist?

Nein, wir müssen die autoritäre Phase überwinden! Ein ökonomisches System, das nur mit Gewalt aufrecht erhalten werden kann, ist keine Lösung - egal, wie das System heisst! Die Anstalt [link]

15.10.2015

MH17 - dringender Tatverdacht

Fasst man den Report der holländischen Behörde Dutch Safety Board, die ergänzenden Unterlagen des Raketenherstellers JSC Concern Almaz-Antey und die möglichen Motive zusammen, steht die ukrainische Armee unter dringendem Tatverdacht, am 14.07.2014 die Boing 777-200 der Malaysia Airline (MH17) über ostukrainischem Gebiet mit einer Buk-Rakete abgeschossen zu haben.

Die ukrainische Armee unterstand zum Zeitpunkt des Abschusses der Übergangsregierung Jazenjuk, dessen Verteidigungsminster seit dem 3.07.2014 Walerij Heletej war. Er löste Mychajlo Kowal ab, der am 3.07.2014 stellvertretender Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine wurde.

Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat ist ein Teil des Machtapparates des ukrainischen Präsidenten. Ihm gehörten zur Tatzeit der Präsident der Ukraine (Petro Poroschenko), der Ministerpräsident (Arsenij Jazenjuk), der Aussenminister (Pawlo Klimkin), der Innenminister (Arsen Awakow), der Chef des Geheimdienstes SBU (Walentyn Nalywajtschenko), der Verteidigungsminister der Ukraine (Walerij Heletej) sowie der Sekretär (Andrij Parubij) an.

Generalstaatsanwalt war Witalij Jarema, vorgängig Erster Vize-Ministerpräsidenten unter Arsenij Jazenjuk. Er wurde am 19.06.2014 auf Empfehlung von Präsident Petro Poroschenko als Nachfolger von Oleh Machnizkyj zum Generalstaatsanwalt der Ukraine ernannt. Am 10. Februar 2015 wurde er durch Wiktor Schokin abgelöst.

Am 16. Februar 2015 wurde Wiktor Schokin als Generalstaatsanwalt Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine. Er müsste nun, als in die Regierung eingebundener Generalstaatsanwalt, Ermittlungen gegen die ukrainische Armee und ihre Hintermänner aufnehmen, was unmöglich erscheint.

14.10.2015

MH17 - das Motiv

Allein schon ein Motiv für diese Tat bei der 53. russischen Flugabwehrbrigade zu finden dürfte schwierig sein ... weshalb sollten russische Truppe mit einem kompletten Buk-System, das aus mehreren Fahrzeugen besteht, in das umkämpfte ukrainische Gebiet fahren, um am hellheiteren Tag eine Passagiermaschine abzuschiessen und dann rasch wieder nach Russland zu verschwinden?

Vielleicht um EU-Sanktionen auszulösen?

Wäre dieses Motiv nicht ein starkes geostrategisches Motiv auf der Seite der Ukraine und der US-Administration, um das noch zögernde Europa gegen Russland einzubinden? Warum ein Flugzeug der Malaysia Airlines? Warum hauptsächlich holländische Kinder? Finden wir hier wirtschaftliche und psychologische Motive?

Aber nein, am helllichten Tag fährt ein Buk-Konvoi der 53. russischen Flugabwehrbrigade über die Grenze, schiesst am Nachmittag das erstbeste Passagierflugzeug ab und fährt rasch zurück nach Russland. Einfach so, hatten gar kein Motiv, es war ihnen einfach langweilig.

14.10.2015

US-Regierung schmollt und bewaffnet Terroristen

Washington hat abgelehnt, eine russische Militärdelegation, welche von Premierminister Dimitri Medwedew angeführt wird, zu empfangen, teilt der Russische Aussenminister Lawrow mit und erklärt: "Wir luden unsere Partner ein, um an den Aktivitäten des Nachrichtenzentrums zu partizipieren, so dass auch jeder das vollständige Bild mitkriegt, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Resonanz war alles andere als konstruktiv. Sie sagten, warum im Irak? Dort ist es nicht sicher. Wir erklärten, dass nach unseren Einschätzungen das Zentrum günstige Arbeitsbedingungen liefere. Aber wenn es einen anderen Ortswunsch gäbe, dann wären wir auch dafür bereit ... Wir sind bereit, uns hinzusetzen und die Dinge zu diskutieren, mit allen Karten in der Hand. Dann sollen SIE uns zeigen, wo sie glauben, dass Terroristen sind, und dann werden WIR zeigen, wo wir glauben, dass Terroristen sind - und ich bin sicher, dass, wenn wir zusammenarbeiten, die Auswertungen zusammenfallen." RT Deutsch [link]

14.10.2015

TTIP und CETA und TiSA sind tödlich!

Nur Ausländer (international tätige Unternehmen) können den Staat auf Schadenersatz verklagen, zum Beispiel Opel, Shell, Aldi - nicht aber einheimische Unternehmen wie Migrol, Migros, Coop. Einheimische Unternehmen müssten Investitionen und Geschäft trennen, im Ausland Investment-Groups gründen, damit sie den Staat verklagen können.

TTIP, CETA und TiSA benachteiligen einheimische Unternehmen und lähmen die Volksdemokratie.

14.10.2015

MH17 - tendenziöse Berichterstattung

Peter Gysling aus Moskau, rund 1000 Kilometer vom Absturzort entfernt, berichtet für SRF im Echo der Zeit und in der Tagesschau, es gäbe Videos und Fotos, die beweisen, dass ein Buk-System aus dem Bestand der 53. russischen Flugabwehrbrigade aus Südrussland in die Ostukraine und dann nach dem Abschuss der MH17 sofort wieder zurücktransportiert wurde und es gäbe Tonmitschnitte des Funkverkehrs der Separatisten, die unmittelbar nach dem Abschuss zuerst frohlockt hätten und erst dann erschrocken seien, als sie feststellten, dass ein Passagierflugzeug vom Himmel gefallen sei. Und am Montag, 12.10.2015 habe die liberale Moskauer Zeitung Novayagazeta sogar die Namen der Personen genannt, die im Juli vor einem Jahr ein russisches Buk-System ins Separatistengebiet begleitet und dann rasch wieder nach Russland zurückgebracht haben.

In der Internetausgabe der novagazeta.ru finde ich allerdings keinen solchen Artikel und auch keine Namen. Peter Gysling hat sich auch nicht die Mühe gemacht, diese Personen aufzusuchen und den Artikel sowie die angeblichen Fotos, Videos, Audios zu verifizieren. Peter Gysling berichtet aus Moskau die Darstellung der Dinge aus US-Sicht und lässt alle Fakten aus dem Report der Holländischen Behörden beiseiten. Im Ukraine-Konflikt wird der Zuhörer trotz der Kritik an der tendenziösen Berichterstattung gnadenlos weiter desinformiert. Service public der besonderen Art: Propaganda. SRF [link]

14.10.2015

MH17 Crash - Absicht oder Versehen?

Die Frage, wer die Rakete abgefeuert hat, bleibt nüchtern betrachtet offen - auch wenn sich die Parteien beider Seiten der Dinge noch so sicher sind.

Man erinnere sich an die Anfangszeit der ukrainischen "Anti-Terror-Operation": Es gab mehrere ukrainische Propagandalügen, angefangen von angeblichen russischen Agenten die gleich mit schriftlichen Instruktionen und "Invasionsplänen" gefasst wurden, über russische Panzerkolonnen, die sich in "Luft" auflösten oder ohne Nachweis sofort "zerstört" wurden, über Rebellen, die mit den Waffen der Nationalgarde ihre eigenen Wohngebiete beschiessen würden (Krasnojarsk), die Meldung einer russischen "Invasion", das Leugnen der Kessel von Illowaisk und Debalzewo, bis hin zum angeblichen Einsatz von "Atomwaffen" durch die RF nahe Lugansk.

Kiew und seine Verbündeten (USA) hatten starke Motive für eine "False Flag" Operation, um die ost-ukrainischen Volksmilizen zu diskreditieren und Sanktionen gegen Russland zu fordern, denn bis dato zögerte die EU, die US-Sanktionen umzusetzen.

Mit anderen Worten: Waren es die ost-ukrainischen Truppen, war es ein Versehen, war es die ukrainische Armee, war es Absicht.

13.10.2015

MH17 Crash - Report Dutch Safety Board

Eine Buk-Rakete, bestückt mit dem Sprengkopf 9N314M, ist am 17. Juli 2014 ausserhalb der Boing 777 mit der Flugnummer MH17 rund 3 Meter links neben dem Cockpit-Fenster detoniert. Die Schrapnellen durchschlugen das Cockpit und trennten es vom Flugzeugrumpf ab. Alle Personen waren innert Sekunden tot und das Flugzeug stürzte ab.

Der Report der Untersuchungsbehörden kritisiert, dass die Ukraine den Luftraum über dem umkämpften Gebiet in der Ostukraine für den zivilen Flugverkehr offen hielt.

Der Report lässt offen, ob es sich bei der Buk-Rakete um den Typ 9M38 oder um den Typ 9M38M1 handelt, die sich in der Reichweite unterscheiden aber mit dem gleichen Sprengkopf versehen sind. Dadurch ergibt sich ein relativ grosses Gebiet, aus dem die Buk-Rakete abgefeuert wurde, je nach verwendetem Typ. In diesem Rayon haben sich zur Tatzeit sowohl die ukrainische Armee wie auch die ost-ukrainischen Separatisten aufgehalten. Letztere bestreiten, über einsatzfähige Buk-Raketen-Systeme verfügt zu haben.

Der Raketenhersteller JSC Concern Almaz-Antey hat unmittelbar vor der Pressekonferenz der Holländischen Behörden in einer eigenen Pressekonferenz anhand ballistischer Versuche dargestellt, dass sich aufgrund des Wirkungsgrades der Rakete und der Explosion links neben dem Cockpit der Abschussort weiter eingrenzen lässt und insbesondere das am 14.07.2014 von ost-ukrainischen Separatisten gehaltene Gebiet "Snischne" aus dem Rayon fällt. Er bemängelt, dass die ballistischen Erkenntnisse nicht in den Report aufgenommen wurden.

Aufgrund des Reports ist die ukrainische Regierung dafür verantwortlich, dass es zur Flugzeugkatastrophe kommen konnte - sie hätte den Luftraum sperren müssen. Aufgrund der ballistischen Abklärungen des Raketenherstellers ist die Rakete im Rayon der ukrainischen Armee abgefeuert worden.

Dutch Safety Board Report [link]

Video Pressekonferenz [link]

12.10.2015

Voller Alternativen! Vielen Dank!

Ich denke, viele wissen, dass Grüne, JUSO, SP, SVP, CVP und FDP kein Konzept haben und uns stramm hinter den USA herlaufend ins Unheil führen. Doch was sollen wir tun? Es gibt keine Alternative! So weit sind wir bereits, dass wir keine Alternative sehen :)

Wie wohltuend die montagsZeitung, die plenty of voller Alternativen ist! Anarchismus (kein Zwang!); Atlantik Charta (eine bessere Welt!); kein Geistiges Eigentum; keine Freihandelsabkommen, die den Status quo zementieren; Gesundheitswesen, das wenig kostet, weil ohne Stress, Angst und Not kaum jemand krank wird. Und das alles in einer Ausgabe!


Leserbeiträge der vorangegangenen montagsZeitung

Wir publizieren Leserbeiträge in der aktuellen und auch in der nächsten Ausgabe, damit sie alle Leserinnen und Leser erreichen.

03.10.2015

Schwung für Mexikos Reformen

Die Privatisierung der 1938 verstaatlichten Ölbranche kommt voran. Die zweite Versteigerung von Ölfeldern verlief jetzt erfolgreich. In Mexiko dominieren die sozialdemokratische Partei (PRI) und die christdemokratisch-konservative Partei (PNR). Präsident von Mexiko ist Enrique Peña Nieto (PRI).

Tolle Reformen! Völlig am Volk vorbei zugunsten der Elite. Im Blick wird das so beschrieben:

MEXIKO EMANZIPIERT SICH VOM ÖL

Mit einer Reihe von Strukturreformen hat sich Mexiko unabhängiger von den Einnahmen aus dem Ölgeschäft gemacht. Der Energiesektor trage nur noch 18,6 Prozent zum Staatshaushalt bei - im Jahr 2012 waren es noch 39,4 Prozent gewesen. Zuletzt hatte allerdings die Produktion deutlich nachgegeben und auf dem Weltmarkt war der Ölpreis eingebrochen. Vor eineinhalb Jahren trat eine Steuerreform in Kraft, die dem Staat neue Finanzierungsquellen erschliessen soll. [link]

02.10.2015

ressourcenbasierte wirtschaft

"Wir rufen zu einer ehrlichen Neugestaltung unserer Kultur auf, in der die uralten Unzulänglichkeiten des Krieges, der Armut, des Hungers, der Schuld und der unnötigen Leiden der Menschen nicht nur als vermeidbar, sondern auch als absolut inakzeptabel gesehen werden. Alles andere hat lediglich den Fortbestand derselben Probleme zur Folge, die unserem jetzigen System innewohnen." - Jacque Fresco [link]

02.10.2015

Neues Wirtschaftssystem

Liebe leute. Um in der welt die kriege zu beenden braucht es ein total neues wirtschaftssystem - die ressourcenbasierte wirtschaft.

29.09.2015

Endstadium des Kapitalismus

Das Endstadium des Kapitalismus bringt Volker Pispers sehr schön herüber, doch hinter dem Lachen zeigt sich die Armut der Bevölkerung in den USA und der Reichtum des US-Regimes. youtube [link]

28.09.2015

Faschismus und Anarchismus

Die Landtagswahl in Oberösterreich nehmen den Rechtstrend Richtung Faschismus vorweg: Mit über 30 Prozent hat die FPÖ ihren Stimmenanteil verdoppelt. Die Mitte ÖVP (36.3%) und SPÖ (18.3%) neigen sich ihr zu. Eine Linke Richtung Anarchismus fehlt in Österreich wie in der Schweiz völlig.

Sehr treffende Analyse der montagsZeitung unter dem Titel "Faschismus und Anarchismus": Bleiben wir blöd oder beginnen wir über Links (Anarchismus) zu reden?

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